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Ausbau und Weiterentwicklung des Rebbergs der Johanniterkommende Hohenrain

Der Rebberg des Gutsbetriebs des Berufsbildungszentrums Natur und Ernährung BBZN in Hohenrain wird strategisch neu ausgerichtet und ausgebaut. Damit stärkt der Kanton Luzern den praxisnahen Weinbau und setzt ein Zeichen für Innovation und Nachhaltigkeit.

Artikel von:
Nicole Theiler
Fachperson Weinbau Zentralschweiz
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 02 / 2026 , S. 26
Der Rebberg des Gutsbetriebs der Johanniterkommende Hohenrain wird weiterentwickelt und von heute 60 Aren auf künftig 1.5 Hektar erweitert. Ziel ist es, die Anlage, welche 1975 angelegt wurde, aufzuwerten und gleichzeitig eine zukunftsgerichtete Plattform für den Weinbau im Kanton Luzern zu schaffen. Der Rebberg dient dem aufstrebenden Weinkanton für praxisnahe Versuche und relevante Fragestellungen rund um Produktion, Sortenwahl, Pflanzenschutz und Vinifikation.

Fokus auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten

Im Zentrum der Weiterentwicklung steht der verstärkte Einsatz pilzwiderstandsfähiger Rebsorten (Piwi). Über 45 Prozent der Rebflächen im Kanton Luzern sind bereits mit Piwi-Sorten bestockt, während der nationale Durchschnitt bei rund vier Prozent liegt. Damit nimmt Luzern im Schweizer Weinbau eine Vorreiterrolle ein. Die Piwi-Sorten ermöglichen dank ihrer natürlichen Widerstandsfähigkeit eine deutliche Reduktion von Pflanzenschutzbehandlungen und tragen damit wesentlich zu einem ressourcenschonenden arbeitswirtschaftlich effizienten Weinbau bei. Neben den bestehenden Referenzsorten Müller-Thurgau und Pinot Noir werden insbesondere neue rote Piwi-Sorten gepflanzt. Diese weisen grosses Potenzial auf, sind jedoch im ...