Der Rebberg des Gutsbetriebs der Johanniterkommende Hohenrain wird weiterentwickelt und von heute 60 Aren auf künftig 1.5 Hektar erweitert. Ziel ist es, die Anlage, welche 1975 angelegt wurde, aufzuwerten und gleichzeitig eine zukunftsgerichtete Plattform für den Weinbau im Kanton Luzern zu schaffen. Der Rebberg dient dem aufstrebenden Weinkanton für praxisnahe Versuche und relevante Fragestellungen rund um Produktion, Sortenwahl, Pflanzenschutz und Vinifikation.
Fokus auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten
Im Zentrum der Weiterentwicklung steht der verstärkte Einsatz pilzwiderstandsfähiger Rebsorten (Piwi). Über 45 Prozent der Rebflächen im Kanton Luzern sind bereits mit Piwi-Sorten bestockt, während der nationale Durchschnitt bei rund vier Prozent liegt. Damit nimmt Luzern im Schweizer Weinbau eine Vorreiterrolle ein. Die Piwi-Sorten ermöglichen dank ihrer natürlichen Widerstandsfähigkeit eine deutliche Reduktion von Pflanzenschutzbehandlungen und tragen damit wesentlich zu einem ressourcenschonenden arbeitswirtschaftlich effizienten Weinbau bei. Neben den bestehenden Referenzsorten Müller-Thurgau und Pinot Noir werden insbesondere neue rote Piwi-Sorten gepflanzt. Diese weisen grosses Potenzial auf, sind jedoch im ...
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