Aktuelle Themen
«Drohnen sind im Obstbau nicht geeignet»
Obstsorten des Jahres – Vielfalt mit Geschichte
Die unsichtbaren Winzer: Wie das mikrobielle Terroir zur Weinqualität beiträgt
Handlese oder Vollernter? Erste Erkenntnisse aus Vergleichskelterungen
Mitten im Dorf, mitten im Leben
Die Jungwinzer Schweiz in Kopenhagen
Weinvorbereitung und Abfüllung
Neuerscheinung: Fabelhafte Weingüter Schweiz
Genuss bedeutet Glück
Neulich, beim Rebenschneiden, hörte ich einen Podcast mit dem Philosophen Robert Pfaller. Er sagte darin, Lust habe immer etwas, das Menschen zurückschrecken lasse. Alles, was grosse Freude bereite, sei mit einer unguten Dimension behaftet. So auch der Alkohol. Er berauscht, kostet Geld und zuweilen auch Schlaf. Selbst harmlosen Vergnügen wohnt oft eine gewisse Skepsis inne. Und ich frage mich: Worin soll das Glück denn liegen, wenn nicht im Genuss? Wir leben in einer Zeit der entschärften Alternativen: Wurst ohne Fleisch, Zigaretten ohne Nikotin, Politik ohne Rückgrat, Kunst ohne Wahnsinn und ja, auch Wein ohne Alkohol. Das mag viele Gemüter beruhigen. Meines erhitzt es eher. Zumindest erkenne ich darin nichts Erstrebenswertes. Und ich glaube, ich bin damit nicht allein.