Branchenseismograph Agrovina – was eine Messe kann und was nicht

Die Agrovina 2026 ist Geschichte, umso interessanter ist es, nochmals einige Highlights Revue passieren zu lassen und eine Bilanz zu ziehen.

Artikel von:
Markus Matzner
O+W
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 03 / 2026 , S. 23
Bei teilweise garstigem Wetter ging die 16. Ausgabe der Branchenmesse Agrovina in Martigny (VS) Anfang Januar über die Bühne. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz. 13 800 Besucherinnen und Besucher sollen gemäss Organisationskomitee gekommen (Rückgang von 8 % gegenüber 2024) und überwiegend zufrieden nach Hause gegangen sein. 189 ausstellende Firmen und Dienstleister, davon eine ansehnliche Anzahl aus Italien und Frankreich, sorgten für aktuelle Einblicke in die Innovationskraft der Branchen. Offen zu Tage traten aber auch Beispiele, wo im derzeit hart umkämpften Markt der Schuh drückt und viele Professionals auf Problemzonen stossen. Kein Wunder berichteten viele Aussteller von guten Gesprächen, aber auch von einer Zurückhaltung, wenn es um konkrete Anschaffungen ging (s. «Die Sicht der Ausstellenden» unten).

Wissenschaftlicher Teil

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