«In Zukunft braucht es im Mostobstbereich eine Professionalisierung»

Jimmy Mariéthoz ist Direktor des Schweizer Obstverbands (SOV). Das Jahr 2021 hinterlässt auch bei ihm zwiespältige Erinnerungen. So sind die Ernten extrem tief ausgefallen, gleichwohl bleibt das Sorgenkind «Mostobst» auf der Traktandenliste und weitere Herausforderungen stehen für das Jahr 2022 schon vor der Tür.


Markus Matzner
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 01 / 2022 , S. 28

Obst und Weinbau: Jimmy Mariéthoz, der Schweizer Obstverband (SOV) ist auf Ende 2021 aus dem Herausgeberverein vorliegender Zeitschrift (VPS) ausgetreten. Was waren die Gründe dafür?
Jimmy Mariéthoz: Der SOV hat eine neue Strategie definiert mit klaren langfristigen Zielen sowie einer klaren Priorisierung unserer Aktivitäten. Diese sieht eine Konzentration unserer Aktivitäten auf die Kernaufgaben vor. Da wir mit «Schweizer Obst» selbst über ein hochwertiges Magazin zum Thema Obstbau verfügen, haben wir uns trotz der guten Zusammenarbeit entschieden, aus dem VPS auszutreten. (Anm. d. Redaktion: Der Herausgeberverein VPS bedauert diesen Schritt, ist aber überzeugt, dass die kollegiale Zusammenarbeit weiterhin bestehen bleibt.)


Das Jahr 2021 war auch für Obstproduzenten ein schwieriges Jahr. Wie sieht die Bilanz des SOV in den verschiedenen Sparten (Kern-, Steinobst, Beeren) kurz zusammengefasst aus?
Es war kein gutes Jahr für den Schweizer Obstbau. Der kalte April/Mai mit zahlreichen Frostnächten, der regenreiche Sommer und die Unwetter mit Hagelschäden führten zu ...