Erwachsenes Exemplar der Scaphoideus titanus. (© Arnaud Conne, Agroscope)

JKI bestätigt Erstauftreten der Flavescence dorée in Baden-Württemberg

Die Amerikanische Rebzikade Scaphoideus titanus breitet sich im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz aus. Nun ist es bewiesen: Damit einher geht auch die Ausbreitung der Goldgelben Vergilbung.

Artikel von:
JKI-Institut
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 01 / 2026 , S. 25
Der Erreger der Rebenkrankheit Flavescence dorée, auch Goldgelbe Vergilbung genannt, ist ein zellwandloses Bakterium, ein so genanntes Phytoplasma, welches von der EU wegen seines hohen wirtschaftlichen Schadpotenzials als Quarantäneschadorganismus eingestuft ist. Nachdem 2024 erstmals die Amerikanische Rebzikade vom Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg (D) auf deutschem Gebiet entdeckt wurde, wurden dieses Jahr Proben verdächtiger Rebstöcke aus den Landkreisen Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und Ortenaukreis am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg untersucht und dabei eine Infektion mit einem Phytoplasma erkannt. Zur Bestätigung, dass es sich um den meldepflichtigen Quarantäneschadorganismus handelt, wurden die Proben an das Nationale Referenzlabor für Schadorganismen der Pflanzen des Julius Kühn-Instituts (JKI) gesendet. Die Analysen ergaben, dass es sich tatsächlich um das Phytoplasma der Grapevine flavescence dorée (Goldgelbe Vergilbung) handelt. Die molekularbiologischen Charakterisierungen im Nationalen Referenzlabor gaben Hinweise darauf, dass das Phytoplasma über infiziertes Pflanzenmaterial nach Deutschland gelangt sein könnte. Aktuell ist noch unklar, ob es im deutschen Befallsgebiet der Amerikanischen Rebzikade bereits zu einer ...