Obstsorten des Jahres – Vielfalt mit Geschichte

Seit 2008 kürt der Verein Fructus jedes Jahr eine Obstsorte des Jahres: Eine mit kulturhistorischer Bedeutung, besonderem Nutzungspotenzial oder einer Geschichte, die sonst leicht in Vergessenheit gerät. Wir werfen einen Blick zurück auf die bunte Geschichte der Obstsorten des Jahres.

Artikel von:
Jana Daepp
Fructus 
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 02 / 2026 , S. 11
Während sich die vorgestellten Sorten mehrheitlich für den Liebhaberobstbau und den Anbau von Spezialitäten und Nischenprodukten eignen, gibt es Ausnahmen: Sorten wie der Schneiderapfel oder der Wehntaler Hagapfel kommen auch für einen professionellen Mostobstanbau in Frage.  

2008: Schneiderapfel Hochstammsorte, Spezial-Mostapfel und Stammbildner

Der Schneiderapfel ist und war als Stammbildnersorte das eigentliche Fundament für die Vielfalt von Apfelsorten in der Schweiz. Wenn er nicht als Stammbildner genutzt wird, bildet er eine schöne Krone und trägt gut, weshalb er immer noch weit verbreitet ist. Die Sorte stammt aus dem Kanton Zürich und gedeiht bis 800 m ü. M. Zusätzlich fiel auch seine Robustheit gegen Feuerbrand auf. Schneiderapfel war bei der Nationalen Obstinventarisierung von Fructus nach Bohnapfel, Sauergrauech und Berner Rosen die am viertmeist genannte Sorte im Feldobstbau.  

2009: Sept en gueule Kulinarische Kuriosität mit Geschichte

Die kleinfruchtige Birnensorte mit dem exquisiten ...