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Peter Enz: Der unermüdliche Spurensucher alter Obstsorten

Seine Sammlung von 120 Obstsorten in Eierkartons waren der Anfang einer Bewegung: Peter Enz hat die Schweizer Obstsortenerhaltung nicht nur erforscht, sondern mit Hartnäckigkeit, Geschmackssinn und Weitblick bereichert.

Artikel von:
Andrea Caretta
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 01 / 2026 , S. 18
Nur viereinhalb Meter sei sein Häuschen breit, erklärt Peter Enz, während er in die warme Stube führt. Er bewohnt es mit seiner Ehefrau und es liegt in Egg (ZH). Bevor das Gespräch so richtig beginnt, steht bereits ein Glas Leuenapfel-Süssmost auf dem Esstisch. Enz schaut auf seine Notizen und legt los, und zwar ganz am Anfang, mit der Gärtner-/Baumschulistenlehre. Bereits seinem Lehrmeister war ein wichtiges Detail aufgefallen, nämlich, dass der junge Enz gut mit den Leuten sprechen konnte. Folglich stellte er ihn kurzerhand im Pflanzenverkauf der Baumschule ab. Doch hatte der Neuling von den verschiedenen Obstsorten keine Ahnung – was ihn nicht in Ruhe liess. Dienstbeflissen sammelte er während der Lehre rund 120 Obstsorten und lagerte diese sorgfältig in Eierkartons im Keller. «Und da hat es irgendwie angefangen», erinnert sich Enz fast ein halbes Jahrhundert später mit ernstem Gesicht. Tatsächlich bildet diese frühe Leidenschaft den Ursprung einer beruflichen Laufbahn, die später den ...