Setzt sich für weniger Bürokratismus ein: Der neue BDW-Geschäftsführer Pascal Furer. (© ZHAW, Tevy)

«Wie aus gutem Willen ein Bürokratiemonster geschaffen wird»

Anlässlich der Wädenswiler Weintage hat Pascal Furer, der neue Geschäftsführer des Branchenverbands Deutschschweizer Wein, über die neue Fachbewilligung Pflanzenschutz informiert.

Artikel von:
Pascal Furer
BDW
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 01 / 2026 , S. 17
Grundsätzlich hat niemand ein Interesse daran, dass Pflanzenschutzmittel (PSM) nicht fachkundig ausgebracht werden. Es ist allerdings festzuhalten, dass dies in der Vergangenheit auch kaum ein Problem war und die Verschärfung deshalb kaum etwas zur Risikoreduktion beitragen dürfte. Denn die allermeisten Anwender von PSM sind bereits heute im Besitz einer Fachbewilligung (Fabe) und bilden sich auch regelmässig weiter. Im Rahmen der ÖLN-Kontrollen werden zudem die grössten Risiken wie Wasch- und Befüllplätze sowie Lagerstätten kontrolliert. Die nun angestrebte «perfekte» Umsetzung mit 100-prozentiger Überwachung ist fernab der Praxis und führt zu massiven Kosten, gigantischer Bürokratie und Umsetzungsproblemen. Verbände haben schon in der Vernehmlassung vor einer Überregulierung gewarnt. In der Vorbereitungsphase suchte man intensiv den Kontakt mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU: In einzelnen Punkten erfolgreich (Abgrenzung Hobby/gewerblich; Anrechnung Weiterbildung für mehrere Fabe), in anderen noch nicht sofort. Spätestens nach Aufschaltung der Website zeigt sich klar, dass die Umsetzung zu einem Bürokratiemonster wird. Es ...