Schon beim einleitenden Mittags-Apéro war spürbar: Hier trifft sich nicht eine alteingesessene Organisation, sondern ein eher junges Grüppchen von tatkräftigen, innovativen und experimentierfreudigen Personen – teils nicht einmal aus der Obst- oder Weinbranche. Oft wird die Cider-Herstellung, vergleichbar mit lokalen Klein-Bierbrauern, eher als sympathisches Hobby betrieben. Ein bisschen als naturnaher Ausgleich zu einem Bürojob.
Paolo Spagnolo, Kurator des MoMö-Museums bei der Mosterei Möhl in Arbon (TG) ist aktuell die treibende Kraft und das Gesicht hinter der Cider-Bewegung in der Schweiz. Firmennamen wie Incider, Backstabber oder Keller Cider spiegeln ihre Kreativität. Keller Cider zum Beispiel produziert eine kleine Auflage in Endingen im Surbtal (AG), das als prickelndes Naturprodukt aus lokalem Obst angepriesen wird. Cider ist nicht gleich Cider, das wird schon bei Backstabber sichtbar: Der Klassische, der Holzige, der Herbe, der Süsse sind im Angebot. Oder wie es bei Möhl heisst: Cider-Clan.
Eine Umfrage nach dem ersten Cider Summit hat gemäss Spagnolo ergeben, ...
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