© Weinbaumuseum Wädenswil
Das einstige Labor in Wädenswil mit laufenden Gärversuchen.

Der aussergewöhnliche Innovator

Die Innovationen von Hermann Müller-Thurgau und seinen Nachfolgern haben nicht nur die landwirtschaftliche Praxis revolutioniert, sondern auch enorme wirtschaftliche Werte geschaffen. Hochgerechnet liegt die geschätzte jährliche Wertschöpfung bei mehreren hundert Milliarden Franken.

Artikel von:
Lukas Bertschinger
Müller-Thurgau Stiftung
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 10/11 / 2025 , S. 60
Dass der in Wädenswil tätige Wissenschaftler Hermann Müller-Thurgau die Weinwirtschaft massgeblich vorangebracht hat, wissen viele. Dass er aber auch verantwortlich war für Innovationen im Bereich der Pflanzenproduktion und der Lebensmitteltechnologie droht in Vergessenheit zu geraten. Um seine Leistung genauer zu würdigen, stellt sich die Frage, was eigentlich Innovation bedeutet? Der Begriff meint weit mehr als nur eine originelle Idee – er steht für eine Erfindung, die erfolgreich in den Markt und die Praxis eingeführt wird und grosse wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Erst wenn eine neue Sorte oder Methode breite Verwendung findet, das heisst sogenannt skalierbar und wirtschaftlich relevant wird, spricht man von einer echten Innovation. Unter dieser Prämisse schuf Müller-Thurgau viel Innovatives – entweder als direktes Resultat seiner Arbeiten oder als Folge des von ihm vorbereiteten lösungsorientierten und interdisziplinären Forschungsansatzes.   Es gibt nur zwei Porträtaufnahmen von Hermann Müller-Thurgau. Diese zeigt ihn mit etwa 70 Jahren. (© zVg)  

Interdisziplinäres ...