Erfolgreicher Birnenanbau – die Unterlage muss passen

Quittenunterlagen haben sich im Birnen-Niederstammanbau bewährt. Trotzdem muss bei der Wahl der Unterlage einiges beachtet werden. Beispielsweise sind Quittenunterlagen anfällig gegenüber Eisenchlorosen und Frost. Zudem kann es sortenspezifisch zu Affinitätsstörungen zwischen Unterlage und Edelsorte kommen. Für einen erfolgreichen Birnenanbau muss die Unterlage folglich an die Sorte und den Standort angepasst sein.


Sarah Perren / Jules Peter
Agroscope, Wädenswil

Im Birnen-Niederstammanbau haben sich Quittenunterlagen schon länger etabliert. Die Vorteile gegenüber vegetativ vermehrten Birnenunterlagen und -sämlingsunterlagen sind unter anderem der schwächere Wuchs, der frühere Ertragseintritt sowie die bessere Fruchtqualität. Problematisch bei Quittenunterlagen können hingegen die hohe Anfälligkeit gegenüber Frost und die Neigung zu Eisenchlorosen sein. Eisenchlorosen können auf Böden mit hohem pH-Wert durch eine gestörte Eisenaufnahme auftreten. Ausserdem können bei Quittenunterlagen Affinitätsstörungen zwischen der Unterlage und einigen Edelsorten auftreten. Diese Unverträglichkeit kann sich negativ auf das Wachstum, die Nährstoffversorgung sowie die Produktivität auswirken. Im Extremfall kann es zum vorzeitigen Absterben der Bäume führen.

Durch eine Zwischenveredelung mit einer gut verträglichen Sorte kann eine Affinitätsstörung umgangen werden. Das Verhalten einer Sorten-Unterlagenkombination wird zudem stark durch Umwelteinflüsse und den Standort beeinflusst. Die Unterlage sollte daher an die Sorte sowie den Standort angepasst sein. Den Birnenproduzenten stehen verschiedene Quittenunterlagen mit unterschiedlichen Eigenschaften betreffend Wüchsigkeit, Sortenverträglichkeit, Frost- und Kalktoleranz zur Verfügung. Im vorgestellten Versuch wurden ...