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die KEF-Gefahr

Mit Kaolin gegen

Wie die Fachstelle Rebbau SH / ZH / TG mitteilt, steigt die KEF-Population im Moment sprunghaft an. Bereits findet man erste Fliegen auf den Trauben. Es wird empfohlen, frühreife Sorten mit Kaolin zu behandeln. Dabei handelt sich um ein natürliches, aus einem Tonmineral gewonnenes Mehl, das präventiv eingesetzt werden kann.


Roland Müller

Kaolin, ein aus einem Tonmineral gewonnener Träger- und Wirkstoff ist in den letzten Jahren zum erfolgreichen präventiven Abwehrmittel gegen die Kirschessigfliege im Weinbau geworden. Dieser Einsatz ist (im Bild eine Cabernet-Dorsa-Parzelle in Benken) optisch nicht zu übersehen, weil dieses Produkt als weisslicher Belag aufgesprüht wird. Insbesondere ist die Traubenzone entsprechend weiss eingefärbt. Im Fokus dieser präventiven Behandlung stehen speziell die von der KEF bevorzugten eher frühreifen Rotweinsorten wie Regent, Cabernet Dorsa, Acolon, Dunkelfelder, Garanoir oder Dornfelder. Mit dem Einsatz von Kaolin, dass unter den Namen Surround als Naturprodukt vermarktet wird, hält die Kirschessigfliege von einem möglichen Ablegen ihrer Eier in die Traubenbeeren ab. Es wird dabei auch als biologisches Insektizid gegen den Birnblattsauger, die Walnussfliege und zur Bekämpfung des Rapsglanzkäfers eingesetzt.

Die KEF scheint diese oberflächlich eingefärbten Beeren nicht zu schätzen, weil sie generell weisse Trauben als eher ungeeignet zur Ablage und Ausbrütung der Larven erachtet.  Entsprechend erhofft man sich, die ...