Zunächst begrüssten die Organisatoren Matthias Gubler-Möhr und Rebbaukommissär Hans Jüstrich bei sommerlichem Wetter die Anwesenden auf dem Scadenagut von Peter Wegelin. Daraufhin wurde die Gruppe aufgeteilt, um sich an zwei Posten über lokale Aspekte der Geologie im neuen Sachbuch «Stein und Wein» (Regionalheft 4: Alpenrhein) bzw. über die Bewässerung von Rebanlagen zu informieren.
Von der Wissenschaft zum Terroir
Die «weinrelevanten», geologischen Verhältnisse in der Bündner Herrschaft und der südlich angrenzenden Reblagen des Churer Rheintals stellte Willi Finger vom Redaktorenkollektiv des im letzten Jahr erschienenen Weingeologie-Werks «Stein und Wein» vor. Vielleicht entgegen den Erwartungen ist das hiesige Weinproduktionsgebiet geologisch nicht etwa eine Einheit. Denn die Hauptbestandteile der Rüfeschuttfächer und Halden, nämlich Kalk, Ton und Sand, verändern sich anteilmässig von Nord nach Süd je nach geologischer Herkunft (Helvetikum, Falknisdecke, Prättigauflysch), was die Verwitterungsstruktur und damit das Wasserrückhaltevermögen des Bodens stark beeinflusst. So wird wohl auch die Wirkung auf die Weinstilistik am ehesten nachvollziehbar, während ...
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