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Reduzierter Pflanzenschutz bei traditionellen Apfelsorten

Versuche über mehrere Jahre haben gezeigt, dass auch traditionelle Apfelsorten wie Wilerrot, Jonathan, Glockenapfel oder Thurgauer Borsdorfer mit rückstandsfreien Pflanzenschutzstrategien 
produziert werden können, ohne dass im Lager nennenswerte Ausfälle entstehen.

Artikel von:
Fabian Baumgartner
FiBL
Clémence Boutry
FiBL
Michael Friedli
FiBL
Gertrud Burger
ProSpecieRara
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 04 / 2026 , S. 10
Für alte (Entstehung bzw. Entdeckung vor dem 2. Weltkrieg) und rare Apfelsorten (Anbaufläche kleiner als 1 % der Gesamtfläche) besteht nicht nur im Direktverkauf, sondern auch im Detailhandel ein grosses Interesse. Seit Jahren werden diese Apfelsorten (hier PSR-Äpfel genannt) unter dem Label ProSpecieRara (PSR) im Detailhandel verkauft. PSR-Äpfel punkten mit eigenständigem und unverwechselbarem Geschmack sowie ihrer regionalen Geschichte. Coop vertreibt seit gut 20 Jahren ein Sortiment an PSR-Äpfeln, das sich erfolgreich am Markt etabliert hat. Die Produktion dieser Äpfel kann allerdings auch anspruchsvoll sein. Die meisten der aktuell produzierten PSR-Äpfel sind nur bedingt für die Langzeitlagerung geeignet. Auch soll dem zunehmenden Interesse der Kundschaft an möglichst ökologisch produzierten Früchten Rechnung getragen werden. Seit 2024 werden alle Äpfel, welche über das PSR-Label vermarktet werden, nach den Vorschriften von IP-Suisse angebaut. Obschon gemäss den Standards dieses Labels auf eine umweltschonende Produktion geachtet wird, ist der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln (PSM) erlaubt, womit Rückstände in ...