Der Mann aus der Westschweiz wählt äusserst drastische Worte: «Wenn wir jetzt nicht reagieren, wird der Schweizer Weinbau sterben», sagt er gegenüber dem französischen Branchennewsletter «Vitisphere» vom 19. Februar 2026. Das tönt nach Pest und Cholera und als schwebte das Damoklesschwert nicht mehr über den Köpfen, sondern wäre schon hinuntergefahren und hätte ein Massaker angerichtet. Absender dieser recht erstaunlichen Botschaft ist Olivier Mark, Präsident der Branchenorganisation der Waadtländer Weine (vgl. Interview unten), kurz CIVV. Wenn einer wie er gleich zum maximalen Schreckgespenst greift, muss etwas Krasses passiert sein im Weinstaat Waadtland, immerhin der zweitgrösste Player in der Schweiz. Wie er gleich selbst ausführt, hat sich tatsächlich viel Unerfreuliches getan: So zeigen die Konsumzahlen klar auf, dass der Rückgang ungebremst weitergeht. Seit dem Jahr 2000 brach der Pro-Kopf-Konsum um rund 20 % ein. Zwar liegen die genauen Zahlen für 2025 noch nicht vor, aber sie dürften nicht besser sein, zumal die letztjährige ...
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