Vitifit bringt Innovation direkt in den Weinberg

Vitifit zeigt, wie sich ökologischer Weinbau wirksam weiterentwickeln lässt. Das 2025 abgeschlossene Forschungsprojekt liefert praxisnahe Strategien für gesunde Reben, einen reduzierten Pflanzenschutz und einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen.

Artikel von:
Katharina Zug und Stefan Schumacher
Staatliches Weinbauinstitut Freiburg (WBI)
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 03 / 2026 , S. 16
Mit dem Projekt «Vitifit – Gesunde Reben (Vitis vinifera) im Ökoweinbau durch Forschung, Innovation und Transfer» ging 2025 das bislang umfangreichste deutsche Forschungsvorhaben zur Stärkung des ökologischen Weinbaus zu Ende. Ziel war es, nachhaltige Strategien zur Gesunderhaltung der Reben zu entwickeln und den Einsatz kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel deutlich zu reduzieren. Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau stellte dafür rund 8.3 Millionen Euro zur Verfügung. Zentrales Merkmal des Projekts war die enge Verzahnung von Forschung, Praxis und Wissenstransfer.

Struktur und Ansatz des Projekts

Die Arbeiten gliederten sich in vier eng miteinander verknüpfte Themenbereiche (Abb. 1):
  • (A) Strategien zur Gesunderhaltung der Rebe,
  • (B) Züchtung, Önologie und Marktpositionierung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten (Piwis),
  • (C) Weiterentwicklung des Prognosemodells VitiMeteo und
  • (D) Wissenstransfer und Vernetzung.
Diese Struktur ermöglichte es, wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah zu testen und unmittelbar in anwendbare Lösungen zu überführen.

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