Weintourismustag in Berneck

Gerade in Zeiten, da der Weinkonsum stagniert, kann es für manches Weingut eine Überlegung wert sein, ob man mit önotouristischen Angeboten neue Kundensegmente erreichen möchte. Der Weintourismustag in Berneck gab Anschauungsbeispiele.

Artikel von:
Markus Matzner
O+W
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 05 / 2026 , S. 6
Der nordöstliche Teil des Kantons St. Gallen ist seit Jahrhunderten ein Weingebiet und dieses erstreckt sich vom Bodensee bis nach Bad Ragaz. Das wissen aber ausserhalb der Gegend nur wenige, weshalb mancher aus dem Westen angereiste Besucher des dritten Weintourismustages zuerst mal über die markanten Rebhänge oberhalb von Berneck staunte. Diese erstrecken sich entlang des Rosenbergs auf sage und schreibe 42 Hektaren. Ebenso überrascht nahmen einige zur Kenntnis, dass das Haus des Weins, das mitten in diesem lebhaften Dörfchen untergebracht ist, ebenfalls ein Hingucker ist. Der moderne Sichtbetonbau verfügt nicht nur über eine Aula, sondern auch über einen sehenswerten Keller, in dessen Nischen die Weine der hiesigen Weinmacher und Weinmacherinnen schlummern. Und weil es sich die wackeren Rheintaler gewohnt sind, dass man ihre Gegend unterschätzt, wurden die rund vierzig Gäste zuerst einmal mit dem Auto zu einem weiteren Blickfang gebracht: Das 1729 entstandene Fürstenhaus diente früher als Zehntenhaus, doch heute ...