Eine Tagung, die auf eine fünfzigjährige Geschichte zurückblicken kann, gilt in unserer schnelllebigen Zeit schon fast als zeitlos. Das Weinbaukolloquium, das 1976 in Wädenswil aus der Taufe gehoben wurde und seither (mit Unterbrüchen) alle drei Jahre durchgeführt wird, darf sich zu diesem erlauchten Kreis zählen. Gegründet wurde der internationale Arbeitskreis, um sich für eine moderne Bodenbewirtschaftung im Weinbau einzusetzen und das Qualitätsmanagement voranzutreiben. Das Ziel war, die europäischen Weinbaufachleute, die gleichsam die Speerspitze der biologischen und nachhaltigen Bewirtschaftung bildeten, zusammenzubringen, um die anstehenden Probleme und Optionen zu diskutieren. Themen wie Rebbergsbegrünung, Drahtrahmenerziehung, moderne Schnittsysteme und das Wissen um die Nützlichkeit der Raubmilben fanden so den Weg zu den Praktikern. Dieses Credo gilt bis heute. Die Jubiläumstagung, die vom 5. bis 8. Mai in Wädenswil stattfand und aus einer Tagung sowie aus Exkursionen bestand, zog vornehmlich Wissenschaftlerinnen, Berater sowie Praktikerinnen aus allen deutschsprachigen Regionen an, wo Wein angebaut wird.
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