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Anbauversuche mit Oliven anstelle von Reben

In Dachsen (ZH) ist in einem Rebberg ein kleiner Olivenhain mit rund 100 Bäumen angelegt worden. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich diese alte Kulturpflanze neu im nordalpinen Freilandanbau entwickeln wird.

Artikel von:
Roland Müller
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 06 / 2026 , S. 27
Wenn es um mögliche Alternativen für die Nutzung von Weinbergen geht, steht immer häufiger die Kultur mit Oliven als Option zur Diskussion. Bereits vor einigen Jahren wurde diese neue mediterrane Kulturpflanze, welche bereits seit längerem im Tessin Fuss gefasst hat, in der Westschweiz als Alternative zum Weinbau lanciert. Offiziell sind rund 10 000 Bäume im Tessin und weitere 5000 in der Westschweiz erfasst. Doch die Olive war schon einmal mitten in den Alpen heimisch. Gemäss Angaben des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) wurden bereits bis ins 15. Jahrhundert im Wallis Oliven kultiviert. Dabei wird auch auf einen Olivenbaum in Branson oberhalb von Fully auf 700 m ü. M. hingewiesen. Dieser gilt als frosthart, ist ein Selbstbefruchter und bringt einen Ertrag von bis zu 200 Kilogramm Oliven pro Jahr. Solche Bäume, welche seit Jahrzehnten überlebt haben, sind für die weitere Zukunft und Entwicklungsmöglichkeiten matchentscheidend. «Wenn wir deren genetische Herkunft kennen, wissen wir besser, welche Sorten ...