Der Pfirsichwickler – Verbreitung in der Schweiz

Der aus Asien stammende Pfirsichwickler tritt seit etwa 90 Jahren in der Schweiz auf, meist ohne grosses Aufsehen zu erregen. Im Jahr 2012 verursachte er allerdings grössere Schäden in der Genferseeregion und ist seither stärker im Bewusstsein der Obstproduzenten. In den letzten Jahren stand mehrfach die Frage im Raum, ob sich der Pfirsichwickler ausbreitet, da auf Äpfeln und Birnen Larvenschäden auftraten, die nicht eindeutig einem Schädling zugeordnet werden konnten. Agroscope hat deshalb das Vorkommen des Pfirsichwicklers in der Schweiz im Jahr 2019 untersucht.


Diana Zwahlen | Barbara Egger
Agroscope, Wädenswil

Der Pfirsichwickler (Grapholita molesta), auch Pfirsichtriebwickler oder Pfirsichtriebbohrer genannt, kommt ursprünglich aus Ostasien und hat sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts weltweit in den gemässigten Zonen angesiedelt. Auch in der Schweiz, insbesondere im Tessin, tritt er gemäss EPPO (Europäische Pflanzenschutzorganisation) seit den 1930er-Jahren auf, für eine lange Zeit, ohne wirtschaftliche Verluste zu verursachen. Im Jahr 2012 meldeten mehrere Produzenten aus der Westschweiz zum ersten Mal grössere Schäden auf Pfirsich und Birne. In einer daraufhin durchgeführten Untersuchung zur Verbreitung des Pfirsichwicklers in der Schweiz im Jahr 2013 wurde die Art vor allem in der Süd- und Westschweiz nachgewiesen (Kantone Genf, Waadt, Freiburg und Tessin). Im Norden der Schweiz wurde der Pfirsichwickler nur im Kanton Zürich gefunden (Kehrli et al. 2014). Nachdem sich die Situation anschliessend wieder beruhigte, vermutlich auch aufgrund erfolgreich eingesetzter Bekämpfungsmassnahmen, scheint der Pfirsichwickler in den letzten Jahren wieder verstärkt in Erscheinung zu treten. Das Auftreten des Pfirsichwicklers wurde ...