Anthony Kunz (Bar Nonchalant-Kashem) mixte seinen Sieger-Drink «Eva» inmitten der Brennerei Humbel. (© Humbel)

Die 6th Humbel’s Stork Trophy

Die Vergabe des «Storchs» der Brennerei Humbel vereint die Barkeeper-Szene mit der Brennereibranche und zelebriert gleichzeitig die Kunst des Brennens. Mitte Mai fand die sechste Austragung des Wettbewerbs statt.

Artikel von:
O+W
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 08 / 2024 , S. 29

Der 6th Humbel’s Stork-Trophy-Wettbewerb wurde – zusammen mit den Mitorganisatoren Robert Schröter (Betreiber der Speakeasy Cocktail Akademie in Berlin/D), Pascal Kählin, J. B. Labat, Bar 63 und Total Bar in Zürich, Björn Ibsen, Humbel-Dschinn in Orsingen (D), – auch dieses Jahr von Humbel durchgeführt.

Die Brennerei- und Barkeeper-Szene kommen sich näher

Mit der Veranstaltung wollen die Organisatoren den Bar-Profis die Obstbrände näherbringen und ihnen gleichzeitig eine Networking-Plattform bieten. Eigens für diesen Event kreierte Humbel seine «eXtra Quitte». Dabei sei das «Low ABV»-Getränk (low Alcohol by Volume) mit seinen 25 Vol.-% am Puls der Zeit, wie Stefan Müller von der Humbel Brennerei sagte. Die Spirituose sei eine Mischung aus Quittenbrand und Quittensaft, der mit Quittensirup verfeinert wurde.

Den zehn teilnehmenden Barkeepern war das Produkt bisher unbekannt. Für ihre neue Kreation durften sie neben dem «eXtra Quitte» mit vier weiteren erlaubten Zutaten aus dem Humbel-Sortiment bzw. Zutaten aus der zur Verfügung stehenden Blackbox experimentieren. Zur Verfügung standen ihnen süsse, saure, prickelnde und frische Produkte.

Degustation und Betriebsführung

Die Stimmung am Anlass war ausgelassen, aber dennoch professionell – ein Stelldichein der Cocktail-Szene. Lorenz Humbel (Inhaber) und Marisa Zürcher (Humbels-Obstbrand-Botschafterin) zeigten auf, was es für einen guten Schnaps braucht. Auch Marc Rohner (Masterblender) und Pascal Kählin nahmen sich Zeit und führten Interessierte vom Dachstock bis in den Keller durch die Brennerei.

Die Stimmung steigerte sich nochmals, als nachmittags die zehn Wettbewerbsbestreitenden ihre Drinks nacheinander vor Publikum mixten und zuerst der Jury – bestehend aus Sarah Madritsch (IGNIV in Zürich), Rebekka Anna Salzmann (Angels’ Share in Basel) und Arun Naagenthira Puvanendran (Kink in Berlin/D) – und danach auch den Anwesenden zur Verkostung freigaben.

Der Storch fliegt nach Zürich

Stolzer Gewinner ist Anthony Kunz, Bar Nonchalant-Kashem (Abb.). «Gerade kann ich es gar noch nicht so wirklich realisieren, dass ich gewonnen habe – ich freue mich sehr.» Mit seinem Drink «Eva» hat er die Jury überzeugen können. Damit gewinnt er nicht nur den mit einem Storch aus Holz gekrönten Wanderpokal, sondern auch eine selbstkreierte Spirituose, die er nach seinem Gusto mit und in der Humbel Brennerei produzieren darf. Sein Produkt wird in einer limitierten Auflage von 300 Flaschen produziert, Nr. 1–10 gehören ihm.

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