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­moderne Züchtungsmethoden in der Apfel­züchtung

Herausforderungen und

Die Entwicklung einer neuen Obstsorte ist aufwendig, da sie gleichzeitig die Erwartungen von Produzenten, Händlern und Konsumenten erfüllen muss. So soll beispielsweise eine neue Apfelsorte optisch und geschmacklich höchste Qualität mit guter Lagerfähigkeit kombinieren und zudem mit möglichst geringem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln regelmässigen Ertrag liefern. Technolo­gische Fortschritte in der Züchtung können bei der Entwicklung von neuen Sorten eine wichtige Rolle spielen.


Autor_Broggini_Giovanni
Giovanni BROGGINI
Molekulare Pflanzenzüchtung 
ETH Zürich

Bruno Studer, ETH Zürich

Markus Kellerhals, Agroscope

Andrea Patocchi, Agroscope


Die qualitativ hochstehenden, ertragreichen und gut lagerbaren Apfelsorten, die man heute auf dem Markt finden kann, sind mehr oder weniger anfällig auf unterschiedliche Krankheiten. Mit steigenden Ansprüchen an die Nachhaltigkeit und dem gesellschaftlichen Druck, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der landwirtschaftlichen Produktion zu verringern, sind resistente Apfelsorten erforderlich. Dank des Agroscope Apfelzüchtungsprogramms, eingebettet in nationale und internationale Zusammenarbeiten, wurden bereits neue Sorten entwickelt, die resistent oder robuster gegen Apfelschorf oder Feuerbrand sind. Beispiele sind die Sorten «Ariwa», «CH 101-Galiwa®», «Ladina» und «Rustica». Resistente Apfelsorten werden heutzutage in der Schweiz auf knapp 5 % der Produktionsfläche angebaut.

 

Herausforderungen in der Apfelzüchtung

Bei der Entwicklung neuer Apfelsorten sind die Züchter mit mehreren Herausforderungen konfrontiert (Kellerhals et al. 2017). Es dauert mehrere Jahre, bis Sämlinge aus einer Kreuzung ihre ersten Früchte tragen. Zudem können sich die Sämlinge einer Kreuzung in ­ihrer Produktivität und Fruchtqualität stark von ihren Eltern unterscheiden. Das alles führt zu einem beträchtlichen ...