Schweizer Forschende können dank eines historischen Datenarchivs erstmals Aussagen dazu machen, wie sich die Vielfalt zweier Insektengruppen in den vergangenen 90 Jahren verändert hat. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts stellte die von Agroscope geleitete Studie mit Beteiligung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) bei Tagfalter- und Totholzkäferarten, die überwiegend in Landwirtschafts- und Waldlebensräumen vorkommen, einen grossen Rückgang fest. Sie zeigt aber auch, dass danach mancherorts die Artenzahl wieder angestiegen ist.

Der Totholzkäfer
Aromia moschatawurde wurde Mitte des 20. Jahrhunderts selten, legte aber in den letzten Jahrzehnten deutlich zu. (© Felix Neff)
Die Auswertung, die nun im Fachjournal «Nature Ecology and Evolution» veröffentlicht wurde, ist Teil einer umfassenden Untersuchung zur Veränderung der Vielfalt und Häufigkeit von Insekten in der Schweiz (INSECT). Sie basiert auf Fundmeldungen von 811 Tagfalter- und Totholzkäferarten zwischen 1930 und 2021 aus den Archiven des nationalen Daten- und Informationszentrums ...
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