Die Interpoma deckt die gesamte Wertschöpfungskette des Apfels ab. Zahlreiche Baumschulen und Sortenvermarkter präsentieren bekannte und neue Sorten. Auch die Mechanisierung nimmt viel Raum ein. Hersteller zeigen Maschinen und Geräte für die Bodenpflege, den Baumschnitt, den Pflanzenschutz und die Ernte. Dazu kommen Lösungen für Lagerung, Sortierung und Verpackung.
Spannend dürfte auch das wachsende Angebot an digitalen Helfern sein. Werden diese Technologien langsam so ausgereift und bezahlbar, dass sie auch für die vergleichsweise kleinen Schweizer Betriebe interessant werden? Sensoren und bildverarbeitende KI-Systeme erfassen Umweltbedingungen und Reaktionen der Pflanzen. Wachstum, Fruchtbehang oder Anzeichen von Krankheiten lassen sich damit überwachen und dokumentieren. Selbst beim Monitoring von Schadinsekten kommen zunehmend digitale Systeme zum Einsatz. Wie zuverlässig funktionieren solche Lösungen unter Praxisbedingungen? Und sparen sie tatsächlich Arbeit, oder produzieren sie vor allem zusätzliche Daten? Diesen Fragen wollen wir beim Messebesuch nachgehen.
Etwas weniger praktisch geht es beim Interpoma-Kongress zu. Experten referieren zu verschiedenen Aspekten des Dauerthemas, ob präzisere Technik den Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln senken kann.
Und ganz weit weg von der Schweizer Obstproduktion geht es am zweiten Kongresstag: Dann wird es um regionale und globale Herausforderungen der lateinamerikanischen Apfelproduktion gehen. Ob sich daraus auch für den Schweizer Obstbau etwas lernen lässt?
Obst+Wein wird die Interpoma besuchen und in einer der ersten Ausgaben 2027 über ausgewählte Innovationen, Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung für die Praxis berichten.