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Jahresbericht über Weine im Detailhandel

Die Zahlen für Schweizer Wein im Grosshandel zeichnen ein diffuses Bild: Sie sind auf das tiefste Niveau seit 2018 gefallen, aber vermelden einen kleinen Anstieg von 0.2 % im Verkauf. Stillweine erleiden einen Rückgang von über 4 % gegenüber dem Jahr 2024. Lichtblicke bilden Schaum- und Roséweine. Interessante Tatsache: Ausländische Weine verlieren mehr Marktanteile als einheimische.

Artikel von:
Candice Devaud
Roxane Fenal
Alexandre Mondoux
Changins Fachhochschule (HES) Studiengang Weinbau und Önologie
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 06 / 2026 , S. 6
Jedes Jahr veröffentlicht das Schweizer Weinmarkt-Observatorium (OSMV) einen Bericht über den Detailhandel. Die Analyse basiert auf Verkaufsdaten zu Mengen und ausgewiesenen Preisen von acht grossen in der Schweiz tätigen Detailhändlern: Coop, Denner, Manor, Migros, Volg, Spar, Müller und Landi. Diese Unternehmen machen zusammen fast 40 % des gesamten, vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) geschätzten Konsums aus. Der Bericht verknüpft diese Daten mit denjenigen des BLW, um einen repräsentativen Überblick über den Markt zu erstellen. Die Ergebnisse werden nach Weinregionen, Weinfarben und teilweise nach Absatzregionen detailliert dargestellt. Für Schweizer Weine wird zudem zwischen Weinen mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung (AOC) und Landweinen (VdP) unterschieden.

Abstand

Entwicklung von Volumen und Preisen

Im Jahr 2025 setzen die Weinverkäufe (Schweizer und ausländische Weine) im Schweizer Detailhandel ihren Rückgang fort, mit einem Gesamtminus von –3.6 % im Volumen gegenüber 2024. Die Preise bleiben hingegen relativ stabil und verzeichnen einen leichten Rückgang von –0.2 %. Diese Entwicklung betrifft hauptsächlich Stillweine, die einen ...