Der Schädling frisst über 400 verschiedene Nutz- und Zierpflanzen. (© Aline Knoblauch, EPSD)

Japankäfer: Zentralschweiz zieht die Schrauben an

Der Japankäfer bleibt unter Beobachtung. Nach Funden in Neuenkirch (LU) und Arth (SZ) führen die Kantone ihre Bekämpfung konsequent weiter. Ziel ist es, die Populationen klein zu halten und eine Ausbreitung zu verhindern.

Artikel von:
O+W
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 08 / 2026 , S. 26
In der Zentralschweiz läuft der Kampf gegen den Japankäfer weiter. Im Gebiet der Autobahnraststätte Neuenkirch (LU) wurde 2025 eine Population nachgewiesen, nachdem dort bereits 2024 ein erstes Exemplar entdeckt worden war. Nun gilt im Befallsgebiet bis Ende September 2026 ein Bewässerungsverbot für Rasen- und Grünflächen. Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in feuchte Böden. Wird nicht bewässert, sinkt die Attraktivität solcher Flächen für die Eiablage. Zusätzlich bleibt der Transport von Grüngut aus dem Verbreitungszentrum und der Pufferzone verboten. Damit soll verhindert werden, dass Eier, Larven oder Käfer unbeabsichtigt verschleppt werden.

Früherkennung entscheidet

Auch Schwyz bleibt wachsam. 2025 wurden im Kanton neun Japankäfer gefangen. Die Lage wird zwar als stabil beurteilt, weil keine neuen Befallsgebiete festgestellt wurden. Im Naturschutzgebiet Sägel in Arth ist aber weiterhin eine Population nachweisbar. Deshalb setzt der Kanton auf ein dichtes Netz von rund 110 Lockstofffallen. Der Aufwand ist gross, aber begründet. Der Japankäfer gilt als prioritärer Quarantäneorganismus. Er frisst ...