«Nur wenn man eine Garderobe hat, weiss man, wo man die Kleider aufhängen kann»

Robert Zurbriggen beschäftigt sich schon ein halbes Jahrhundert mit dem Thema Önotourismus. Obschon
 Exilwalliser kennt er auch ausserhalb seines Heimatkantons viele Sehenswürdigkeiten, die sich perfekt mit dem 
Thema Wein verbinden lassen. Sein zweites Standbein gehört dem Weinhandel. Er betreibt die Firma WeinArt
 in Zürich. Die Kombination aus beidem hat ihm schon viele Türen geöffnet.


Markus Matzner  
Chefredaktor Fachzeitschrift Obst- und Weinbau
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 16 / 2022 , S. 15

Robert Zurbriggen erinnert sich gut an die Jahre 1972 bis 1974, als er als Exilwalliser seinen ersten Fluss, die Rhone, erkundete. In den Neunzigern reiste er nach Amerika, um das dortige Angebot zu prüfen. Seither bietet er Interessierten sogenannte Wurzelreisen an. Das sind Reisen zu den Wurzeln der Reben und deren kulturelles Umfeld. Die Kunden sind Privatleute, Gruppen, Vereine, Organisationen und Firmen. Von Zürich aus bietet er Weinkulturreisen in die Westschweiz, ins Aostatal und Wallis, nach Südtirol, Veneto oder Österreich an. Hierbei handelt es sich um individuelle und massgeschneiderte Angebote, die vom Interesse des Kunden abhängen. Als Beispiel für Verbindungen zwischen Wein und Kultur nennt er den Besuch eines Walliser Kuhkampfes oder des höchsten Weinkellers in der Staumauer von Grande Dixence. Ebenso lassen sich auch musikalische Entdeckungen einbauen wie z.B. den Besuch der ältesten, bespielbaren Orgel auf dem Château de Valère in Sion. Sein Credo ist aber stets: Es braucht ...