Zwei Tage lang strömen Junge und Junggebliebene in diese Stadtoase im Westen der Stadt. Der Eintritt kostet 19.50 Franken, danach bezahlt man entweder 5.- Franken pro Degustations-Serie (pro Stand), 5.- Franken pro Glas (1 dl) oder 35.- Franken pro 7.5 dl-Flasche – via Twint. An allen Ständen befindet sich deshalb ein Twint-QR-Code. Für musikalische Unterhaltung sorgt entweder ein DJ oder eine Band, die Live-Musik spielt. Das Essen kann an den verschiedenen Theken der Restaurationsbetriebe von «Binz & Kunz» direkt bestellt werden.
Was macht dieses Festival besonders?
Im Prospekt des Veranstalters steht in grossen Buchstaben auf der ersten Seite: «Kein Land dieser Welt hat eine so grosse Auswahl und Diversität an Weinen auf einer so kleinen Fläche wie die Schweiz. Am Planscher geben wir dieser Vielfalt die Plattform, die sie verdient.»
Auf ihrer Webseite betonen die Organisatoren, dass sie die Winzerinnen und Winzer nach folgenden Kriterien auswählen:
- produzieren Qualitätsweine
- kleiner bis mittlerer Betrieb
- keine schöngefärbten Marketingweine
- Nachhaltigkeitsgedanke muss gelebt werden
Die Mission der neun Gründungsmitglieder von Planscher ist es, Schweizer Wein möglichst zugänglich zu machen und ihn neu zu präsentieren. Das Festival soll einen direkten Austausch zwischen Winzerbetriebe und Konsumierenden ermöglichen. Um dies zu unterstreichen, werden die Standbetreibenden im Prospekt sowie auf der Webseite in kurzen Interviews vorgestellt. Darin sind auch persönliche Fragen enthalten, wie beispielsweise, was sie als Kind werden wollten oder was sie in ihrer Freizeit gerne tun.
Junges Publikum
Das Konzept der Veranstalter scheint aufzugehen: Ein auffallend junges Publikum bewegt sich von Degustationsstand zu Degustationsstand. Auch das wechselnde Angebot der Ausstellenden ist Teil des Konzepts – alle dürfen maximal zweimal und nur innerhalb von zwei Jahren ausstellen. Dadurch sollen immer wieder andere Winzer und Winzerinnen anwesend sein, damit die Gäste stets Neues entdecken können. Die Veranstalter nehmen sich vier Monate Zeit, um die Winzerinnen und Winzer auszuwählen und berücksichtigen dabei alle Regionen der Schweiz. «Es sollen nicht nur grosse, sondern auch kleine Betriebe eine Plattform erhalten», betont der Veranstalter Ueli Holzer. «Das ist uns sehr wichtig», fügt er hinzu. «Schweizer Wein ist geil. Er muss nur gefunden und entdeckt werden.»