© Thomas Alföldi

Prüfung von Kirschensorten für den biologischen Anbau

Welche Kirschensorte passt in den Bio-Anbau? Die FiBL-Sortenprüfung zeigt, welche Kirschensorten sich unter biologischen Anbaubedingungen bewähren, und wo Schwächen bei Frost, Krankheiten, Festigkeit oder Haltbarkeit auftreten.

Artikel von:
Fabian Baumgartner, 
Michael Friedli, 
Clémence Boutry, 
Jean-Charles Mouchet
FiBL
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 08 / 2026 , S. 8
In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Markt für Bio-Tafelkirschen deutlich gewandelt. Nach einer Phase starker Nachfrage zu Beginn und in der Mitte des letzten Jahrzehnts führten produktionstechnische Fortschritte sowie eine Ausdehnung der Anbauflächen intensiv bewirtschafteter Bio-Kirschenanlagen auf rund 30 Hektaren ab dem Jahr 2018 zu einer Marktsättigung. In Grosserntejahren wie beispielsweise 2022 war die Vermarktung aller Früchte eine grosse Herausforderung. Der Fokus innerhalb der Wertschöpfungskette hat sich somit von der Produktionsausweitung hin zur Qualitätsoptimierung verlagert. Hohe Anforderungen an das Erntegut sind heute eine zentrale Voraussetzung für die Marktpositionierung und Wettbewerbsfähigkeit. Aktuelle Erhebungen aus dem Handel (2024) zeigen, dass insbesondere Fruchtfleischfestigkeit, Fruchtgrösse und Haltbarkeit entscheidende Kriterien für Logistik, Vermarktung und Konsumentenakzeptanz darstellen. Diese Anforderungen spiegeln sich zunehmend auch in der Sortenwahl der Betriebe wider. Frühreife Sorten mit geringer Fruchtfleischfestigkeit verlieren an Bedeutung, während Sorten mit hoher Festigkeit, guter Haltbarkeit und homogener Fruchtqualität an Relevanz gewinnen. Die Sortenstruktur im biologischen Anbau befindet ...