
Über dem feudalen Anwesen, das sich Schloss Teufen nennt, hängt eine flirrende Hitze. Dank der ausladenden Bäume und den vorhandenen Schattenplätzen ist es gleichwohl angenehm, zumal ein leichtes Lüftlein weht. Von einigen Orten aus hat man einen trefflichen Blick über das untere Ende des Tösstals. Man wähnte sich problemlos irgendwo im französischen Hinterland, würde sich nicht wundern, wenn ein Graf oder mindestens ein Baron hier mal seine Jagdlust gestillt hätte. Aber weit gefehlt: Wir befinden uns im protestantisch geprägten Zürcher Unterland und der Ururgrossvater der jetzigen Schlossherren hat die Gemäuer einst als Pächter übernommen. Das Anwesen blieb im Familienbesitz und nun schauen die Gebrüder Beat und Fridolin Kamm mit ihren Familien zum Rechten. Ersterer kümmert sich mit zwei Teilzeitangestellten um die rund fünf Hektaren Reben und der jüngere Bruder sorgt sich um den Gutshof.

Der Innenhof des ...
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