SortenpruefungSteinobst_Header
bei Kirschen und Zwetschgen

Sortenwahl und -Prüfung

Das Sortenkarussell dreht sich auch beim Steinobst schnell. Wer nicht mitreitet, werde abgehängt, heisst es. Wir wagen einen Blick hinter die Kulisse. Wo stehen wir, wo wollen wir hin? Welche Herausforderungen entstehen uns aus Marktentwicklung und Klimaveränderung? Wie erreichen wir die erstklassige Qualität, die unseren Lokalvorteil sichert?


Simon Schweizer | Michael Friedli
Agroscope | FiBL

Gemäss einer Umfrage des Schweizer Obstverbands SOV von 2017 / 18 kauften nur 39 % aller Schweizer Haushalte Kirschen und bei lediglich 16 % landeten Zwetschgen im Einkaufskorb. Der pro Kopf Konsum bei Kirschen war in den letzten Jahren rückläufig und betrug 2018 0,56 kg (Agrarbericht 2019, BLW). Der Zwetschgenkonsum ist stabil, 2018 wurden pro Person 1,13 kg Zwetschgen konsumiert.

Im Vergleich mit ähnlichen Märkten wird klar, dass diese Verkaufszahlen relativ tief liegen. So kaufen z.B. 85 % der Schweizer Haushalte Äpfel (SOV) und in Deutschland werden pro Kopf und Jahr 2 kg Kirschen gegessen (www.bmel-statistik.de). Kirschen und Zwetschgen haben in der Schweiz demnach offenes Potential, sowohl der Inlandanteil als auch der pro Kopf Konsum von Kirschen und Zwetschgen müssten mit entsprechenden Massnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich gesteigert werden können.


Sortimentsentwicklung Kirsche und Zwetschge

Die Hoffnung ist gross, mit neuen Sorten offenes Verkaufspotential erschliessen zu können. Tatsächlich hat das aktuelle Sortiment ...