Der Branchenverband Deutschschweizer Wein lehnt diesen geplanten Abbau entschieden und einstimmig ab und fordert den Erhalt einer leistungsfähigen, praxisnahen Weinbauforschung in der Deutschschweiz.
Der Weinbau steht heute vor Herausforderungen von historischem Ausmass. Der Klimawandel, neue pilzwiderstandsfähige Rebsorten, die Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes sowie die zunehmende Bedrohung durch invasive Schaderreger wie den Japankäfer oder die Goldgelbe Vergilbung verlangen nach einer starken, regional verankerten Forschung. Nur eine standortnahe Forschung kann auf diese Entwicklungen rasch reagieren und praxistaugliche Lösungen für die Betriebe bereitstellen.
Die Bedingungen des Weinbaus in der Deutschschweiz unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von jenen der Westschweiz. Unterschiede bei Klima, Topografie, Betriebsstrukturen, Sortenspiegel und Produktionsbedingungen machen deutlich, dass Forschungsergebnisse nicht uneingeschränkt auf alle Weinbauregionen übertragbar sind. Eine ausschliessliche Konzentration der Forschung auf einen Landesteil würde den unterschiedlichen regionalen Bedürfnissen nicht gerecht werden und dem gesetzlichen Auftrag einer gesamtschweizerischen Agrarforschung widersprechen.
Bereits in den vergangenen Jahren wurden Sparmassnahmen im Bereich Weinbau überproportional zulasten der Deutschschweiz umgesetzt. ...
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