Blick über die Rebberge von Hallau. (© Roland Müller)

Strukturwandel im Blauburgunderland

Die Zukunft der Rebbaugenossenschaft Hallau-Oberhallau ist offen. Während eine neue Organisationsform gesucht wird, stösst ein touristisches Projekt auf gemischte Reaktionen.

Artikel von:
Roland Müller
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 05 / 2026 , S. 28
Es war die letzte Hauptversammlung der Rebbaugenossenschaft Hallau-Oberhallau in ihrer bisherigen Form. Mit dem revidierten und nun eingeführten kantonalen Landwirtschaftsgesetz steht ein grundlegender Umbau der Organisation an. Die bisherige Mitgliedschaftspflicht fällt weg, neue Strukturen sind gefragt. In Hallau (136 ha) und Oberhallau (64 ha) bewirtschaften rund 90 Betriebe ca. 42 Prozent der gesamten Anbaufläche im Blauburgunderland. Entsprechend gross ist die Bedeutung der Genossenschaft für die Region. Noch läuft der Betrieb weiter «Im laufenden Jahr besteht die Genossenschaft unverändert fort», erklärte Präsident Lukas Roth. Parallel dazu bereitet der Vorstand die Gründung eines Vereins als Nachfolgeorganisation vor. Dieser soll an der Herbstversammlung vorgestellt werden. Die Auflösung der Genossenschaft ist für 2026 vorgesehen. Voraussetzung für die Übernahme der Aufgaben ist, dass der neue Verein mindestens zwei Drittel der Fläche vertritt. Zu diesen Aufgaben zählen weiterhin zentrale Leistungen wie die Pheromon-Verwirrung, die Traubenhut sowie die Unterstützung regionaler Projekte und Anlässe. Offen bleibt, wie gross die künftige Organisation räumlich gefasst ...