Infizierter Rebstock: Verfärbung der Blätter. (© Laimburg Research Centre / Daniel Rossato)

Vergilbungskrankheiten der Rebe: Erneute Ausbreitung in Südtirol

Die Monitoringmassnahmen im Südtiroler Weinbau zeigen eine Zunahme von Vergilbungskrankheiten der Rebe (Goldgelbe Vergilbung und Schwarzholzkrankheit). Nur durch eine frühzeitige und konsequente Rodung symptomatischer Rebstöcke lassen sich die Krankheiten eindämmen.

Artikel von:
Pressestelle Laimburg
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 12 / 2026 , S. 26
Die durch Phytoplasmen verursachten Vergilbungskrankheiten der Rebe breiten sich im Jahr 2026 trotz verpflichtender Präventions- und Bekämpfungsmassnahmen in den wichtigsten Weinbaugebieten Südtirols weiter aus. Um die Entwicklung der Krankheit zu verfolgen, wird in diesem Jahr das Monitoring für drei Monate von Mitte Juli bis Mitte Oktober von vier Mitarbeitenden des Versuchszentrums Laimburg in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Beratungsring durchgeführt. Die bisherigen Monitoringdaten zeigen eine kritische Situation. In einigen Weinbergen ist die Anzahl befallener Rebstöcke besonders hoch. Betroffen sind grundsätzlich alle Rebsorten. Bisher wurden 25 verschiedene Sorten auf knapp 300 ha kontrolliert. Dabei wurden im Durchschnitt 20 bis 30 symptomatische Reben je Hektare festgestellt. Obwohl dies mit knapp 0.5 % der Reben je Hektare auf den ersten Blick gering erscheinen mag, ist dieser Wert für eine Krankheit wie die Goldgelbe Vergilbung bedenklich. Ein Grossteil der symptomatischen Reben trägt den Krankheitserreger der Goldgelben Vergilbung in sich und stellt somit einen potenziellen Krankheitsherd dar. Vor ...