Viele Reben liefern aufgrund der Trockenheit kleinere Trauben, im Bild ein Chambourcin-Stock. (© U. Fluri)

Vielversprechender Weinjahrgang 2026

Die Ernte im Baselbiet ist am 18. August rekordmässig früh gestartet. Trotz Hitze und Trockenheit haben die Reben diesen Extremsommer recht gut überstanden und lassen auf einen guten Weinjahrgang hoffen.

Artikel von:
Ulrich Fluri
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 12 / 2026 , S. 24
«Die Traubenlese ist in vollem Gang und weckt Hoffnungen», das ist die Konklusion des Weinproduzentenverbands Region Basel-Solothurn unter dem Präsidium von Andreas Buser und des Rebbaukommissärs Urs Weingartner vom Sissacher Zentrum Ebenrain, die am 1. September im Rebgut St. Margareten in Binningen den Medien präsentiert wurde. «Den Klimawandel kann man nicht mehr weg reden», stellte Andreas Buser zu Beginn aller Ausführungen klar. Für die Weinbauern als Traubenproduzenten ist die seit Längerem sich abzeichnende klimatische Veränderung die grosse Herausforderung. Sie hatten denn auch in diesem Jahr einen schweren Stand, bringen aber, wie sich jetzt zeigt, hervorragende Trauben hervor. Die hohe Schule des Winzerhandwerks war diesmal extrem gefragt. Urs Weingartner relativierte in seinen Betrachtungen zum heissen und trockenen Weinjahr 2026: «Der Rebbau ist mit einem blauen Auge davon gekommen.» Denn die Rebe sei ein Kind des Südens. So seien diese hohen Temperaturen für die Physiologie dieser Pflanze keine allzu grosse Herausforderung, das ...