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Weinbau zwischen Bio­diversität und Klimawandel: Synergie oder Widerspruch?

Wie lassen sich Biodiversität, Klimaschutz und Klimawandelanpassung im Weinbau verbinden? Ein am Weinbaukolloquium vorgestelltes Forschungsprojekt zeigt anhand einer Befragung österreichischer Betriebe, was Biodiversitätsmassnahmen fördert, und wo Kosten, Arbeitsaufwand und Rahmenbedingungen ihre Umsetzung bremsen.

Artikel von:
Sabrina Dreisiebner-Lanz, 
Andrea Damm
Joanneum Research, 
Institut für Klima, Energiesysteme und Gesellschaft (LIFE), (A)
Thomas Thaler
Institut für Landschaftsplanung, Department für Landschaft, Wasser 
und Infrastruktur, Universität 
für Bodenkultur Wien (A)
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 08 / 2026 , S. 12
Der Verlust der Biodiversität und der daraus resultierende Zusammenbruch von Ökosystemen gilt als die nächste globale Krise. Zwischen Klimawandel und Biodiversität besteht ein enger Zusammenhang. Eine gemeinsame Betrachtung ist daher entscheidend, um einerseits Synergien zu erkennen und zu nutzen sowie mögliche Spannungsfelder frühzeitig zu benennen. Insbesondere die Landwirtschaft ist massiv von beiden Krisen betroffen, kann aber auch gleichzeitig einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung von Massnahmen leisten. Im Weinbau können auf Randflächen und punktuell in und um die Rebflächen allgemeine Biodiversitätsmassnahmen durch den Erhalt von spezifischen Strukturen wie zum Beispiel Einzelbäume, mehrjährige Randstreifen, Tümpel, Totholzstrukturen oder Steinhaufen um­gesetzt werden. Begrünungen und ein an­gepasstes Begrünungsmanagement bieten innerhalb des Produktionssystems viele Möglichkeiten zur Förderung der Biodiver­sität und Vorteile hinsichtlich Klimawandelanpassung und Klimaschutz. Neben Erosionsschutz, Schutz vor Verdichtung und Nähr­stoff­auswaschung bringen längerfristige Begrünungsmass­nahmen einen zusätzlichen mittel- und lang­fristigen Nutzen wie Verbesserung der Bodenstruktur und Humusaufbau. Dies gilt grundsätzlich für alle Arten von Begrünungen, allerdings kann ...