Das Volkswirtschaftsdepartement möchte auf dem Verordnungsweg und damit ohne parlamentarische Diskussion den Weinimport neu regeln, um Schweizer Weine zu fördern. Dabei sollen die Importkontingente an Schweizer Weinproduzierende übertragen werden. Diese würden damit den ganzen Weinmarkt kontrollieren. In Zukunft müssten sich die Weinhändler die Importrechte bei Schweizer Weinproduzierenden beschaffen und stünden in deren Abhängigkeit. Den Weinhändlern würde die Geschäftsbasis entzogen.
Angriff auf Weinhandel
Mit dem Vorschlag des Volkswirtschaftsdepartement wird ein neuer Versuch unternommen, die Partikularinteressen von wenigen zu schützen. Dabei wird der bestehende und gut funktionierende Importmechanismus, und damit der Schweizer Weinhandel, gezielt angegriffen: In Zukunft sollen Zollkontingente nur noch an Betriebe gehen, die selber Schweizer Trauben einkaufen und verarbeiten. Das bedeutet: Wer keinen Schweizer Wein aus eingekauften Trauben herstellt, erhält vom Bundesamt für Landwirtschaft kein Zollkontingent zugeteilt. Es würde zu einer Konzentration in der Weinbranche führen, die von wenigen grossen Produzenten kontrolliert würde. Preiserhöhungen ohne Mehrwert und bei einer schlechteren Angebotsvielfalt wären ...
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