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Bibern huldigte ihrer kleinen und sehr süssen Dorfheiligen

Das kleine Dorf Bibern im Osten Schaffhausens huldigte mit einem grossen Zwetschgenfest seiner kleinen, aber sehr süssen Zwetschge «die Schöne von Bibern», welche gar als «Dorfheilige» verehrt wird.

Artikel von:
Roland Müller
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 13 / 2026 , S. 25
Eigentlich ist Bibern ein kleines Dorf im unteren Reiat mit rund 150 Einwohnern und gehört seit 18 Jahren zu politischen Gemeinde Thayngen. Das kleine Fliessgewässer Biber hat dem Ort, das in eine prächtige Kulturlandschaft eingebettet ist, den Namen gegeben. Vor 100 Jahren war von einer speziellen Zwetschgensorte in Bibern die Rede, seither wurde sie langsam zu einer durchaus kleinen, aber gewichtigen und sehr süssen «Dorfheiligen». Sie wurde im kantonalen Richtsortiment für den Feldobstbau erwähnt und erhielt später vom damaligen Obstbaukommissär E. Peyer den Namen «Die Schöne von Bibern». Der Sämling von dieser als spätreif eingestuften Hauszwetschge wurde durch Kantonsrichter Emil Seiler in seiner Heimatgemeinde Bibern entdeckt. 1952 hielt sie Einzug im Buch «Pflaumen- und Zwetschgensorten der Schweiz», welches von der Eidgenössischen Versuchsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau in Wädenswil herausgegeben wurde. 1955 wurde sie zudem auch in der Schaffhauser Volksbotanik erwähnt. Sie ist eher klein, aber sehr intensiv im Geschmack ...