© David Szalatnay

Der Befall durch die Fleckenminiermotte hat 2026 deutlich an Fahrt aufgenommen

In diesem Sommer hat sich die Fleckenminiermotte (Leucoptera malifoliella) eindrücklich zurückgemeldet. Bei Apfelbäumen auf Betrieben, die bisher nur schwachen Befall zeigten, sind die runden Minen auf den Blättern nicht mehr zu übersehen. Stark betroffene Bäume zeigen bereits von Weitem vertrocknete Blätter und verfrühten Blattfall. Offensichtlich hat das ungewöhnlich heisse Wetter, verbunden mit der langanhaltenden Trockenheit die Entwicklung der Fleckenminiermotte 2026 stark begünstigt.

Artikel von:
David Szalatnay
Strickhof
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 14 / 2026 , S. 20
Seit den ersten, lokalen Befällen ab 2013 in der Zentralschweiz hat sich die Fleckenminiermotte stetig ausgebreitet und kann mittlerweile in allen Produktionsgebieten, von der Ost- bis in die Westschweiz, beobachtet werden. Diesen Sommer stieg der Befall in vielen Apfelanlagen spürbar an, was vermutlich in direktem Zusammenhang mit den aussergewöhnlich warmen und trockenen Witterungsbedingungen steht.  

Lebensweise und Bekämpfung

Die nur 3–4 mm kleine Fleckenminiermotte legt im Frühling ihre Eier bevorzugt auf die Blattunterseite von Apfelbäumen ab. Nach dem Schlupf der Raupen, bohren sich diese durch das Blattgewebe und legen spiralförmige Gänge, sogenannte Minen, im Blattinneren an. Diese Minen sind auf den Blättern als braune Flecken von etwa 1 cm Durchmesser sichtbar, was dem Schädling den Namen «Fleckenminiermotte» eingebracht hat. Bei starkem Befall führen die Blattschäden zum vorzeitigen Blattfall, was die Bäume schwächt und die Fruchtreife behindert. Zusätzlich bereiten die Gespinste in der Kelch- und Stielgrube der Früchte Probleme bei der Vermarktung (Abb. 1).