Der NoLo-Markt in der Schweiz: Vielfalt und Chancen

Auch die Zahlen belegen es: NoLo-Weine mögen noch eine Nische bilden, aber legen verglichen mit anderen Sparten der Weinindustrie zweistellig zu. Wer ebenfalls auf diesen Zug aufspringen möchte, sollte sich schon bald dafür entscheiden.

Artikel von:
Candice Devaud
Roxane Fenal
Alexandre Mondoux
Changins Fachhochschule (HES), Studiengang Weinbau und Önologie
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 06 / 2026 , S. 8
Die Schweiz verzeichnet wie viele andere Länder derzeit einen Rückgang des Weinkonsums. In einem wettbewerbsintensiven Markt steht der Schweizer Wein, der etwa ein Drittel des im Inland konsumierten Weins ausmacht, unter Druck. Die zur Erklärung des rückläufigen Konsums angeführten Gründe betreffen insbesondere Gesundheitsfragen sowie die Begrenzung des Alkoholgehalts im Hinblick auf das Autofahren (SWP, 2024). Auch das nachlassende Interesse junger Konsumierender (18–35 Jahre) am Wein wird häufig thematisiert. Aus derselben Studie geht jedoch hervor, dass die jüngere Zielgruppe nicht weniger Freude am Weinkonsum, sondern vielmehr andere Gewohnheiten entwickelt hat. Anstatt im ritualisierten Rahmen der Mahlzeiten findet der Konsum vermehrt in spezifischen Situationen und zu unterschiedlichen Anlässen statt. Traditionelle Erwartungen verlieren zugunsten einer grösseren Offenheit gegenüber vielfältigen Produkten, Formaten und Erlebnissen an Bedeutung.  

Definition NoLo

In diesem Kontext wirtschaftlicher Schwierigkeiten und sich wandelnder Konsumgewohnheiten lassen sich die NoLo-Produkte (No/Low Alcohol) einordnen. Die Entwicklung der Lebensstile, die durch eine stärkere Vielfalt an Konsumsituationen geprägt ist, ...