«Schöna Fiirobig!» wünscht die Verkäuferin im Volg. Heinz Kunz hält ein Sechserpack Dosenbier in der Hand und grüsst seine Winzerkollegen, die mit eben demselben Plan in den Dorfladen schreiten. Nichts löscht den Durst so zuverlässig an diesem heissen Sommertag. Die Luft steht über Fläsch. Der Schweiss fliesst leichter als die Gedanken. Drüben an der St.-Luzi-Strasse, die dem Weingut Gatluzi seinen Namen gab, ist dagegen einiges in Bewegung geraten.
Hektaren statt Groupies
Heinz Kunz ging in Fläsch zur Schule und begann mit 16 eine Winzerlehre. Nicht, weil er davon schon immer geträumt hätte. Die Lehre sei eine Art Verlegenheitsentscheidung gewesen, sagt er. Die Lebensrealität der Erwachsenen habe ihn damals wenig interessiert. Laute Musik und Töfflis dafür umso mehr. «Andere wollten ein Weingut, ich wollte eine Bühne und Groupies», sagt Kunz und lacht. Bereut habe er den Weg nie. Nach der Ausbildung verbrachte er ein Jahr in Neuseeland, bevor es ihn nach Luzern zog. ...
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