Fünf Obstbaubetriebe beteiligen sich beim Praxistest. (© zVg)

Praxistest mit RFID soll das manuelle Etikettieren von Erntekisten überflüssig machen

Tausende Aufkleber drucken, aufkleben und während der Ernte austauschen: Für viele Obstbetriebe ist dies nach wie vor tägliche Praxis. Eine gemeinsame Studie von Agromanager, Munckhof Fruit Tech Innovators und fünf Obstbauern soll zeigen, ob dies bald der Vergangenheit angehören könnte.

Artikel von:
Ingrid van der Sterren
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 11 / 2026 , S. 25
Die Partner testen dauerhafte RFID-Etiketten auf Obstkisten, die mindestens zehn Jahre halten und bei jeder Ernte automatisch ausgelesen werden können.  

Dauerhafte Kennzeichnung für Obstkisten

Aus Gründen der Lebensmittelsicherheit, Zertifizierung und Rückverfolgbarkeit müssen Obstkisten während der Ernte mit einer eindeutigen Kennzeichnung versehen werden. Viele Betriebe arbeiten dafür noch mit Barcodes auf Papier, die jede Saison neu angebracht werden müssen. Das kostet Zeit und ist fehleranfällig. Aufkleber können sich ablösen, nass werden, verschmutzen oder beschädigt werden, wodurch Informationen verloren gehen oder nicht mehr lesbar sind. Den Forschenden zufolge stellen diese manuellen Arbeitsschritte einen Engpass in der Erntelogistik dar. Gerade während der hektischen Erntezeit besteht Bedarf an einem System, das weniger arbeitsintensiv ist und zuverlässiger funktioniert.  

RFID-Etikett ersetzt Einweg-Barcode

Im Rahmen der Studie werden Kommissionierkisten mit einem dauerhaften RFID-Etikett mit integriertem QR-Code versehen. Das Etikett wird einmalig auf der Kiste angebracht, kostet etwa 0,75 € pro Stück und hat eine Garantie von zehn Jahren. Die erwartete Lebensdauer ...