«Sätze wie ‹das geht nicht› triggern mich»

Die junge Unternehmerin Sabine Reber und ihr Mitarbeiter Adrian Oberholzer setzen voll auf die Karte «entalkoholisierte Weine». Reber gründete ein Startup und verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: möglichst alle Aromen der Weine ins Endprodukt zu bringen.

Artikel von:
Markus Matzner
O+W
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 06 / 2026 , S. 16
In früheren Jahren lag über dem Maggi-Areal im Kempthal bei Winterthur dieser ominöse Duft nach Liebstöckel. Kein Wunder, denn hier entstand jahrzehntelang die berühmte Würzmischung. Heute präsentiert sich das Areal bunt durchmischt und bietet Platz für allerlei Geschäfte, für Autohändler, Startups und grosse Player der Aromenindustrie. Mit Gerüchen und Geschmäckern hat auch die hier domizilierte Firma Amesco zu tun. Gemäss ihrer Website möchte sie eine Brücke zwischen klassischer Weinkultur und zeitgemässem Lifestyle bilden. Was das heisst, zeigt die Chefin gleich selber. Ihr Name ist Sabine Reber und die 35-Jährige weiss schon sehr genau, was sie mit ihrem Unternehmen erreichen möchte. Nichts weniger als eine kleine Revolution in Flaschen möchte sie anbieten. Oder konkreter: einen Weg, der aus hiesigen Weinen alkoholfreie Antipoden macht, die aber möglichst viel der ursprünglichen Aromatik behalten.
«Dieser Weg wird kein leichter sein», hiess mal eine Liedzeile eines deutschen Songs und das dürfte auch für Sabine Rebers Ansinnen ...