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Weinbauzentrum Wädenswil überprüft Zusammenarbeit mit Agroscope

Die jüngsten Entscheide von Agroscope stellen die weinbauliche Forschung in der Deutschschweiz grundsätzlich infrage. Das Weinbauzentrum Wädenswil nimmt die Entwicklung mit Sorge zur Kenntnis und überprüft seine künftige strategische Ausrichtung.

Artikel von:
Weinbauzentrum Wädenswil AG
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 09+10 / 2026 , S. 6
Die am 16. Juni 2026 bekannt gewordenen Kürzungen bei Agroscope haben für den Standort Wädenswil einschneidende Folgen. Neben personellen Abbaumassnahmen wird auch der finanzielle Umfang der Zusammenarbeit mit dem Weinbauzentrum Wädenswil halbiert. Damit geraten die zentralen Grundlagen einer über Jahre gewachsenen Partnerschaft ins Wanken. Die jüngsten Massnahmen sind ein weiterer Schritt in einem seit rund zwei Jahrzehnten andauernden Rückzug der weinbaulichen Forschung aus Wädenswil. Im Zuge verschiedener Sparmassnahmen und Reorganisationen des Bundes wurde der einst international ausstrahlende Forschungs- und Ausbildungsstandort geschwächt. Kompetenzen wurden reduziert oder in die Westschweiz verlagert. Besonders schwer wiegt die Kündigung einer langjährigen Schlüsselperson in der Kellerwirtschaft sowie einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin. Diese Entwicklungen werfen für das Weinbauzentrum Wädenswil die Frage auf, ob Agroscope am Standort Wädenswil tatsächlich noch langfristig festhalten will, oder ob lediglich eine formale Präsenz aufrechterhalten wird.

Forschung braucht Verlässlichkeit

Das Weinbauzentrum Wädenswil arbeitet seit Jahren eng mit Agroscope zusammen und setzt deren weinbauliche Versuche in der ...