Arbeiten im Rebbau – 03/23

Schon bald wird ein Grossteil der Weine des Jahrgangs 2022 abgefüllt sein und die Keller leeren sich langsam. Das schafft Platz und die Möglichkeit, Keller und Einrichtungen gründlich zu reinigen. Bei der Reinigung sind Massnahmen vorzusehen, welche die spezifisch biologischen, chemischen und physikalischen Gesundheitsrisiken minimieren. Am besten befolgt man einen Reinigungsplan und hält die durchgeführten Massnahmen schriftlich fest.

Artikel von:
Thierry Wins
Agroscope
Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe 03 / 2023 , S. 28

Was ist Schmutz?

Das Thema Schmutz ist heute so vielschichtig geworden, dass Arbeitsmappen und ganze Bücher damit gefüllt werden. Daher kann in diesem Rahmen nur auf die Notwendigkeit der Reinigung, weniger aber auf die Reinigungstechnik eingegangen werden. Schmutz könnte man als «Materie am falschen Platz» definieren (Einstiegsbild und Abb. 2). Es ist eine vielfältige Zusammensetzung organischer und anorganischer Substanzen. Schmutz bildet die Nahrungsgrundlage für Bakterien, Hefen und Schimmelpilze und hat in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben einen negativen Einfluss auf die Haltbarkeit, den Geschmack und den Geruch von Lebensmitteln. Für eine erfolgreiche und rückstandsfreie Beseitigung von Verunreinigungen sind einige Grundregeln zu beachten.   Abb. 2: Ignorieren nützt nichts, besser ist es zu desinfizieren. (© T. Wins)  

Einmaleins der Reinigung

Entscheidend sind:
  • Art des Schmutzes
  • Wissen über Material und Beschaffenheit der zu reinigenden Stoffe/Geräte
  • Eignung der einzelnen Reinigungsmittel (sauer oder alkalisch)
  • Beim Reinigungsvorgang sind Faktoren wie Temperatur, Einwirkzeit, Konzentration des Reinigungsmittels ...